Schmerz stählt - Das macht einen wahren Kämpfer aus!
- DAM Orga

- 16. Dez. 2017
- 3 Min. Lesezeit
In der Ausbildung unserer Aktiven kriegen diese von den Ausbildern ein streng durchgeplantes und genau getaktetes Training. Die Ausbilder selbst haben schon jahrelange Erfahrung und werden zusätzlich vom Schutzherren der BSW persönlich unterstützt. Wir sind den Prinzipien und Zielsetzungen der Ausbilder nachgegangen und decken auf, was einen wahren Krieger ausmacht.
Die Ausbilder der Schwarzen Sonne haben innerhalb der Bruderschaft den Ruf, gestandene Kerle zum Weinen zu bringen. Sie sind bekannt für ihre Disziplin, Strenge aber auch für ihren Humor und ihren Teamgeist.
"Das Training folgt einem denkbar einfachen Prinzip."
meint einer der Ausbilder
"Nämlich der Frage nach der größeren Priorität: Was ist wichtiger? Der Aufsatz der Waffe oder die Waffe selbst? Die Waffe! Was ist wichtiger? Die Waffe oder der Mensch der sie trägt? Der Mensch! Was ist wichtiger? Der körperliche Zustand des Menschen oder seine Mentalität? Seine Mentalität!
Als erstes muss also der Kampfgeist geweckt und gefördert werden. Sobald dieser ein annehmbares Niveau erreicht hat, beginnen wir zusätzlich mit dem körperlichen Training."
Wie bereits von uns berichtet, gestaltet sich das Training als durchaus anspruchsvoll.
"Wir fordern und fördern sowohl Leistungsfähigkeit als auch Belastbarkeit unserer Leute."
so der Ausbilder.
"Leistungsfähigkeit meint dabei ihre körperliche Fitness, als auch ihr technisches Wissen, z.B. was Sicherungstechniken, etc. anbelangt. Belastbarkeit heißt im Grunde nichts anderes als Schmerzresistenz."
Was fällt den Rekruten schwerer, wollen wir wissen. Leistung zu erbringen oder Druck stand zu halten?
"Deutlich letzteres."
ist die klare Antwort.
"Die meisten unterschätzen den körperlichen aber vor allem auch den psychischen Druck einer Auseinandersetzung, vor allem, wenn einer allein mehreren Gegnern gegenübersteht. Das führt am Anfang bei vielen zu Panik Attacken. Die gilt es zu überwinden."
Aber wie geht man denn mit dem Schmerz am besten um?
"Immer rauslassen."
antwortet der Ausbilder ohne lange nachzudenken.
"In der heutigen Gesellschaft wird es gern mal als weibisch bezeichnet, rumzuheulen und klar, jammern soll hier keiner. Aber wenn der Schmerz aufwallt, dann ist es völlig in Ordnung Tränen zu vergießen oder zu schreien. Der Schmerz muss raus aus dem Körper, denn er ist nichts weiter als Schwäche. Wer so blöd ist den Schmerz in sich reinzufressen, wird immer ein Schwächling bleiben. Nur wer ihn aus sich heraus lässt, wer weint, flucht, blutet und trotzdem weiterkämpft, der ist wahrhaft mutig und ein echter Kämpfer."
Also hilft es nicht den Schmerz zu ignorieren?
"Natürlich sollte man sich nicht vom Schmerz überwinden lassen. Aber das heißt nicht ihn zu ignorieren, das wäre gefährlich und dumm. Nein, man muss ihm gegenübertreten, ihm ins Gesicht spucken und immer weiter machen."
Die Ausbilder untermauern ihre Position im Training und zeigen den Rekruten, wie hart sie dieses Training machen kann.
So ließ der Ausbilder Variag nach Billigung Madmanbreakers mit einem Kampfstock auf sich einschlagen. Er wurde an Rippen, Arm und Kopf getroffen. Beim vierten Schlag schließlich zerbrach der Stock. Der erfahrene Ausbilder zeigte keinerlei Reaktion.
"Keiner von euch kann mir erzählen, das dieses lächerliche Stück Holz mehr wert ist als ihr. Ihr seid härter als der Dreck hier. Ihr seid keine Weichlinge, ihr seid Krieger. Haltet euch nicht zurück!"
wies er die Rekruten an, den zerbrochenen Stock vor ihren baffen Gesichtern schwenkend.
"Vier Körperflüssigkeiten fordere ich von euch ein: Schweiß, Tränen, Blut und Erbrochenes. Ich habe schon von allem etwas bekommen und ich werde meinen Tribut auch weiterhin fordern, ihr kommt also ohnehin nicht drumherum. Hört auf vor dem Schmerz wegzulaufen. Ihr könnt ihm nicht entkommen, ABER ihr könnt ihn überwinden. Klagt nicht, kämpft!"
Gibt es Sadisten unter den Ausbildern?
Ein breites Grinsen ist die erste Reaktion auf unsere Frage.
"Möglich"
heißt es schließlich mit einem Augenzwinkern.
"Tatsächlich freuen wir uns manchmal wenn sich die Rekruten weinend in den Armen liegen und sich gegenseitig voll bluten. Aber nicht weil sie Schmerzen haben, nein, wir freuen uns weil wir den Effekt ihrer Pein sehen. Sie werden von Tag zu Tag stärker und sie alle kommen ihrem Ziel in großen Schritten näher."
so Madmanbreaker.
"Und bald werden sie das harte Training hinter sich gebracht, bei Wind und Wetter im Freien echte Belastungen erlebt und große Herausforderungen gemeistert haben. Dann können sie sich wahrhaftig als Aktive und Krieger bezeichnen."
Unser Eindruck:
Das Training ist nichts für Weicheier, man muss sein Ziel stets vor Augen haben und es erreichen wollen. Die Ausbilder selbst motivieren die Rekruten, so gut sie können, jedoch kommt der Großteil der Motivation hierfür von den Mitgliedern selbst. Es ist sicher keine Selbstverständlichkeit, sich einer solchen Herausforderung zu stellen, aber mit absoluter Sicherheit ist es ein echtes Abenteuer und gleichzeitig gerade erst der Beginn der abwechslungsreichen Zeit im aktiven Bereich des Systems.
Wer diese Ausbildung absolviert, da sind sich alle einig, hat viel zu erzählen.


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