Harte Arbeit zahlt sich aus!

Heute fand das erste Training im neuen Jahr statt. Die Fortschritte des Trainings sind den Rekruten inzwischen deutlich anzusehen.
Aus zögerlichen, wehleidigen Welpen sind harte Kerle geworden, die sich voller Eifer ins Training werfen.
Tatsächlich ist das am heutigen Tag sogar wörtlich zu verstehen, denn heute standen Sprungangriffe und Würfe auf dem Programm.
Und schon nimmt einer der Rekruten Anlauf, die Flamme der Entschlossenheit leuchtet in seinen Augen, festen Schrittes stürmt er voller Leidenschaft auf sein Opfer zu. Er beschleunigt weiter, springt schließlich ab und schlägt donnernd in seinem Gegner ein. Dieser wird durch die Wucht im hohen Bogen nach hinten geschleudert, überfliegt fast eine gesamte Weichbodenmatte auf der Längsseite.
Vorsorglich wurde hinter die erste eine weitere Weichbodenmatte gelegt, sodass der Trainingspartner dann auf der zweiten Matte zum Liegen kommt.
Während der Getroffene einen Moment benommen liegen bleibt, steht der Rekrut schon wieder auf den Füßen und blickt mit eiserner Entschlossenheit zu seinem Ausbilder herüber.
Dieser nickt zufrieden. Und schon geht der nächste Rekrut in Stellung, bereit zum Angriff.
"Die Fortschritte sind enorm." merkt der Ausbilder nach dem Training an. "Wenn man überlegt, das die Jungs und Mädels noch nicht einmal die Hälfte ihres Trainings hinter sich haben, ist es erstaunlich und sehr motivierend zu sehen, wie groß die Fortschritte in der Ausbildung sind."
Dieser "Fortschritt" wird auch in der nächsten Übung deutlich. Ein leichter gebauter Rekrut nimmt etwas Anlauf, wird von einem der anderen Rekruten gepackt und über den Kopf hinweg in hohem Bogen nach vorn geschmettert.
"Is nich immer gut, schlank zu sein, man eignet sich halt super als Wurfgeschoss" sagt der Ausbilder grinsend.
Wobei 76kg nicht unbedingt als Fliegengewicht bezeichnet werden kann. Dennoch könnte man beim Anblick der scheinbar mühelosen Würfe auf den Gedanken kommen, dass das Heben von einem solchen Gewicht keine Herausforderung darstellt.
"Es sieht wesentlich leichter aus, als es ist." bemerkt einer der Rekruten. "Und manchmal tut es verdammt weh, vor allem wenn man geworfen wird. Aber es macht auch Spaß."
Und an Spaß darf es natürlich nicht fehlen.
Die Ausbildung zeigt jedoch vor allem auch mental Wirkung. Die Mitglieder scheinen belastbarer und wesentlich selbstsicherer zu sein. Erstaunlicherweise wirken sie zudem auch weniger aggressiv und kontrollierter, als zu Beginn der Ausbildung.
"Das ist ja auch der Sinn der Sache" erklärt uns der Ausbilder. "Ein Krieger zu sein bedeutet nicht, die Gewalt herbeizusehnen und den Konflikt zu suchen, sondern sich auf Eventualitäten vorzubereiten. Hier lernt man nicht nur zu kämpfen und sich zu verteidigen, sondern auch einzuschätzen, ob ein Konflikt wirklich sinnvoll ist und wie man eine Auseinandersetzung vermeiden kann."
In den folgenden Monaten wird das Training weiter intensiviert, um den Rekruten auch weiterhin noch Herausforderungen in den Weg zu legen, die es zu überwinden gilt.
Aber nach aktuellen Stand brauchen sich die Mitglieder davor nicht zu fürchten und ganz offensichtlich tun sie das auch nicht. Denn wenn sie eines gelernt haben, dann das sie jedes Hindernis überwinden und jede Herausforderung meistern können, denn sie sind keine Welpen mehr - sondern Krieger.


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