Ablauf des Manövers 2018 - Blogreihe

Im letzten Beitrag haben wir die Fragen "Wer?, Was?, Warum?" geklärt.
Heute wollen wir uns mit dem Ablauf des Manövers beschäftigen.
Vorbereitungen
Am Abend des 07. Septembers sammelten sich zunächst die Legionäre und passiven Freiwilligen auf dem Manövergelände. Sie sollten sich auf die Ankunft der Aktiven vorbereiten und ihren Nachschub an Munition und Verpflegung organisieren. Planmäßig waren dafür 90 Minuten vorgesehen.
Die Aktiven kamen eine Stunde nach Ankunft der Passiven an ihrem Ausgangspunkt an. Von dort aus mussten sie allerdings ihre Ausrüstung und Verpflegung einige Kilometer weit zu Fuß über unwegsames Terrain mit beträchtlicher Steigung zu einem festgelegten Sammelpunkt bringen.
Dies dauerte aufgrund der bereits herrschenden Dunkelheit länger als erwartet, da die Aktiven auf den Einsatz ihrer Taschenlampen verzichteten, um den Legionären nicht aufzufallen.
Daraus ergab sich, das die Legionäre weitere 30 Minuten zur Vorbereitung bekamen, ehe die Aktiven den Sammelpunkt erreichten und das eigentliche Manöver begann.
Vom Sammelpunkt aus war es etwa noch einen Kilometer weit, bis man die Abwehrlinien der Legion erreichte. Nahzir hatte seine Einheiten sorgsam hinter Befestigungen und auf Hügeln verteilt. So bot sich den Passiven ein optimales Schussfeld und gute Eigendeckung. Allerdings war die Dunkelheit hier auch ein Hemmnis, denn das Sichtfeld war selbst mit dem Einsatz von Taschenlampen begrenzt, denn zusätzlich zur Finsternis, war es nun auch noch nebelig geworden.
Für die Aktiven, die mit der Dunkelheit schon genug Probleme hatten, war dieser Umstand eine Katastrophe. Dennoch rückten sie weiter vor und erreichten schließlich die Verteidigung der Legion.
Diese hatte sie zwar nicht direkt kommen sehen, dafür schon seit längerem gehört und war daher vorbereitet.
Die Legionäre belegten die Aktiven mit einem Kugelhagel und hinderten sie somit am weiteren Vorrücken.
Feuer frei!
Die Aktiven suchten Deckung. Sie konnten ihren Gegner zwar nicht sehen, wussten aber in etwa abzuschätzen, wo er lag. Tatsächlich kam ihnen hierbei ein Fehler zugute, den die Passiven machten.
Sie nutzen ihre Taschenlampen, mit dem Ziel die Aktiven zu blenden und sie gleichzeitig sehen zu können. Durch den Nebel misslang dieses Vorhaben und ermöglichte gleichzeitig den Aktiven, ihre Gegner zu orten und das Feuer zu erwidern.
Nach einiger Zeit des Stillstandes wurde schließlich von Madmanbreaker der Angriff befohlen. Die Aktiven sollten nun ihre Taschenlampen mit Strobolicht nutzen, um den Gegner zu verwirren und schnell in die Abwehrstellungen der Legion einfallen.
Hierbei jedoch trat eine Panne auf, da die Taschenlampen der Aktiven offenbar keinen Gefallen daran fanden, ihre Strobo-Funktion auszuüben. Dennoch wurde der Angriff fortgesetzt und das Unterstützungsfeuer fiel trotz der erbärmlichen Sichtverhältnisse überraschend präzise aus.
Die Legionäre wurden durch dieses Unterstützungsfeuer derart heftig getroffen, das sie nicht einmal im Stande waren, die Köpfe hinter ihren Deckungen hervorzuheben und so blieb der Ansturm der Aktiven ohne Gegenwehr.
Als die Legionäre erkannten, was die Aktiven vor hatten, verließen sie auf Befehl Nahzirs fluchtartig ihre Stellungen und zogen sich auf eine weiter hinten liegende, stärker befestigte Linie zurück.
Die Aktiven nutzen die Gelegenheit sich zu sammeln und eine kurze Pause einzulegen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Die Passiven verschanzten sich erneut um den Kampf gegen die Aktiven aufzunehmen.
Der Sturm geht weiter
Nach der kurzen Pause gingen die Aktiven weiter vor. Nach dem ersten Zusammentreffen mit der Legion waren sie vorsichtiger geworden, hatte sie der Gegner bei ihrem ersten Zusammentreffen doch ziemlich überrascht.
Auch die Legion hatte ihre Einstellung geändert. Trotz heftigen Widerstands hatte nach Beginn des aktiven Ansturms die Einnahme sämtlicher Stellungen der ersten Verteidigungslinie keine drei Minuten gedauert. Dabei waren auch Waffen und Munition der Legionäre verloren gegangen und so entschloss man sich, diesen Verteidigungsring bis zum Ende zu halten.
Ein Rückzug kam nicht infrage.
Das Vorrücken der Aktiven erfolgte sorgfältig und zunächst nur sehr langsam.
Die Passiven verharrten in ihren Stellungen. Als die Aktiven in ihr Blickfeld kamen, eröffneten sie das Feuer. Ihre Position war günstig, sie konnten die Aktiven aus einer erhöhten Stellung heraus beschießen, ohne das die Aktiven eine reelle Chance hatten, das Feuer zu erwidern.
Die Aktiven ließen sich jedoch kein zweites Mal festnageln, schon gar nicht auf derartigem Terrain. Sie gingen zum Angriff über, schwärmten zunächst aus, umfassten die Stellungen der Legion und griffen dann von drei Seiten an.
Wieder war das Feuergefecht in der ersten Phase der Umfassung heftig, doch noch während des Ansturmes der Aktiven brach der Widerstand der Legion. Als die Aktiven die Stellungen erreichten, ergaben sich die leicht gerüsteten Legionäre augenblicklich den schwer gerüsteten Aktiven.
Das erste Ziel war damit bereits nach etwa einer Stunde erreicht. Nun musste lediglich noch die Geisel ausfindig gemacht werden.
Sofort wurden die Legionäre von der CTA ins Verhör genommen, die BSW kümmerte sich um die passiven Freiwilligen. Es dauerte nicht lange, da war auch der mentale Widerstand der Passiven erschöpft und sie gestanden, die Geisel hielte sich etwa 2km weiter im Hinterland auf.
Die Aktiven entwaffneten die Legionäre und machten sich auf den Weg, die Geisel zu befreien.
Sie ahnten nicht, welchen Fehler sie damit begangen.
Täuschend echt
Tatsächlich hatten die Legionäre gelogen. Denn es gab überhaupt keine Geisel. Lediglich die Aktiven waren von ihrer Existenz überzeugt. Während ihrer Abwesenheit bewaffneten sich die Legionäre neu und gingen zur zweiten Phase ihres Plans über.
Sie hatten keineswegs vor, ihren Gegnern wieder in einer befestigten Stellung ausharrend, zu begegnen, sondern wollten ihn diesmal mit einem Überraschungsschlag vernichtend treffen.
Hierfür dimmten sie die Lagerbeleuchtung. So konnte man von unten kommend, nicht sehen ob jemand tatsächlich im Lager war oder nicht, war man jedoch auf Höhe des Lagers, konnte man das Lager genau einsehen, das Umfeld desselben, blieb jedoch unbeleuchtet.
Und genau dort versteckten sich die Legionäre im Unterholz. Sie hatten ihren Lagerplatz sorgsam gewählt. Das Unterholz lag direkt an einem Abgrund, ein Angriff aus dieser Richtung war bei Nacht unmöglich, daher hatten die Aktiven hier auch keinerlei Bewegungen vorgenommen. Sie war jedoch die einzige Richtung, aus der das Lager einsehbar war und von der aus man klares Schussfeld in jeden Winkel des Lagers hatte.
Der Plan sah vor, die ahnungslosen Aktiven, wenn sie von der vergeblichen Suche nach der Geisel erschöpft und demotiviert ins Lager zurückkamen, mit Feuer zu belegen und sie auszuschalten, bevor sie die Passiven auch nur orten konnten. Hierzu waren die Lichtverhältnisse entscheidend, denn die Passiven konnten die Aktiven im Lager auch ohne den Einsatz von Taschenlampen sehen, während die Aktiven die Passiven nicht wahrnehmen konnten.
Die Idee hierfür war dem inzwischen ratlosen Nahzir durch den Beobachter Variag zugetragen worden, der den Aktiven eine letzte Hürde zum Erfolg in den Weg legen wollte.
Für den Erfolg dieses Planes war es jedoch wichtig, das der Feuerbefehl Nahzirs erst dann erfolgte, wenn alle Aktiven im Lager angekommen wären.
Es dauerte einige Zeit, doch dann hörten die Legionäre Stimmen und Geräusche in der Dunkelheit. Die Aktiven kamen zurück.
Totale Katastrophe - Vollkommener Sieg
Die Aktiven marschierten in Richtung Lager. Sie hatten lange nach der Geisel gesucht, vergeblich. Die Stimmung war dementsprechend schlecht. Die Aktiven waren vom stundenlangen Suchen erschöpft und verärgert darüber, niemanden gefunden zu haben.
Sie betraten das Lager und fanden es menschenleer vor. Madmanbreaker, der als einer der ersten im Lager ankam, bemerkte sofort das etwas nicht stimmte.
Er vermutete, die Legionäre hätten sich neu bewaffnet und zurückgezogen, um den Kampf wieder aufzunehmen und noch bevor alle Aktiven das Lager erreicht hatten, wies er sie an, das umliegende Gelände zu sichern.
Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt für den Feuerbefehl der Legion gewesen. Doch es kam anders.
Nahzir, der einen Beobachtungsposten außerhalb des Sichtfeldes der Legionäre eingenommen hatte, wurde von der Nachhut der Aktiven von seinen Leuten abgeschnitten. Der Feuerbefehl erfolgte nicht und so wurden die Legionäre, einer nach dem Anderen von den Aktiven aufgespürt und festgenommen.
Die größte und gleichzeitig einzige Chance der Passiven, die Fraktion der Kriegerorgane mit einem Schlag zu vernichten war, ohne das auch nur ein einziger Schuss fiel, gescheitert.
Nachdem alle Passiven, einschließlich ihres Anführers Nahzir im Lager festgesetzt worden waren, klärte sich auch das Täuschungsmanöver mit der Geisel auf.
Dies sorgte bei den Aktiven zum Einen für etwas Frust, da sie die ganze Zeit umsonst gesucht hatten, zum Anderen aber auch für Erleichterung, endlich das Ziel erreicht zu haben.
Den Legionären blieb der kleine Triumph, dass zumindest dieses Täuschungsmanöver von Anfang bis Ende erfolgreich verlaufen war.
Damit wurde durch die Führung das Manöver beendet. Es folgte eine Nachbesprechung vor Ort und anschließend, sechs Stunden nach Beginn des Manövers, der gemeinsame Rückmarsch zum Ausgangspunkt.
Was bei dieser Nachbesprechung herauskam, wie die Aktiven und Passiven zu ihrem Einsatz standen, was die Anführer und Beobachter zu diesem Manöver zu sagen hatten, das erfahrt ihr im nächsten Beitrag unserer Blogreihe. Bis dahin euch noch ein angenehmes Wochenende und bis bald.



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